Vorbereitung +  Untergrund
Nachdem die Carportwände im Juli fertig waren, konnten wir damit beginnen die Randborde zu den Nachbarn zu setzen. Da wir uns entschieden haben vom Hauseingang ein konstantes Gefälle zur Strasse hin zu konstruieren, ohne eine Stufe vor dem Hauseingang, mussten wir für die Borde dicke Geschütze zum Nachbarn hin auffahren. Zumindest auf den ersten 8 Metern kamen die Borde in 40er Höhe zum Einsatz. Zum Glück hatten wir tatkräftige Unterstützung durch Nachbarn. So waren die 15 Borde an einem Tag gesetzt. Der Baggerfahrer hatte vom Fundament des Carports schon einen Streifen für die Borde durch den Schotter gezogen. Trotzdem war es noch eine Menge Feinarbeit, bis die Höhen gepasst haben.

Den Schotter für den Unterbau hatten wir kurz vor Einzug schon legen lassen, damit man halbwegs sauberen Fußes ins Haus kam. Somit war der grundsätzlich schon gut verdichtet. Allerdings hatten wir zu der Zeit die Aufbauhöhen noch anders geplant.
Also hatten wir durch alle Anpassungen doch noch einiges an Schotter gelockert und umgeschichtet, so dass nochmal verdichtet werden musste. Auch deshalb, weil die ausgesuchten Platten unterschiedliche Aufbauhöhen haben.

Pflasterauswahl
Damit am Ende für die ca. 94qm keine Entwässerungsgebühr anfällt, müssen wir mindestens 20% Versickerungsfläche nachweisen.
Klar könnte man jetzt das normale Drainpflaster nehmen. Da das aber relativ rau ist und über die Jahre an Durchlässigkeit verliert, musste was anderes her. Die Lösung über großen Fugen war auch nicht unser Favorit. Wir sahen vor dem geistigen Auge schon die Kinder in den Fugen stolpern. Ausserdem ist das beim Schneeschieben zu lästig, immer in den Fugen hängen zu bleiben.
Also haben wir uns für eine zweiteilige Lösung entschieden. Die Hauptnutz- und Lauffläche sollte so glatt wir möglich sein.

Für den Versickerungsteil etwas mit großer Durchlässigkeit. Da kamen spontan die alt bekannten Rasengittersteine in den Sinn, waren aber wegen der puren Hässlichkeit schnell wieder verworfen. Zum Glück fand meine Frau die Rasenliner als moderne Neu-Interpretation ;-) Schön geradlinig und damit prima zum Rest passend. Mit 52% Versicherungsanteil können wir damit den versiegelten Anteil locker kompensieren. Und auf der hauptsächlichen Fahr- und Parkseite der Zufahrt, stören die großen Fugen überhaupt nicht. Die Platten sind 30x30x12cm und benötigen einen etwas tieferen Aufbau, als die regulären 8cm Platten.
Das glatte Pflaster von Koll haben wir in recht großem Format gewählt. Kleines Pflaster würde die große Fläche zu nervös wirken lassen. Wir haben abwechselnd Reihen von 24x60cm und 40x60cm großen Platten gelegt. Da die befahrbaren Platten mindestens 8cm dick sind, kommt da ein ordentliches Gewicht zustande. Die 40x60er wiegen ca. 45kg. Nach der Hälfte der Platten hat dann der Plattenheber seinen Dienst quittiert. Also hab ich besser zwei neue gekauft um das Gewicht besser zu verteilen. Für das Schneiden der Platten haben wir einen Nassschneidetisch geliehen. Das hat enorm geholfen. Einerseits waren alle Schneidearbeiten in ca. 4 Stunden erledigt, andererseits ist das Ergebnis gerade bei solch großen Platten viel besser als mit einer normalen Trennscheibe.

Basalt Einfassung + Beleuchtung
Links und rechts der Zufahrt haben wir einen ca. 25cm breiten Streifen für Basalt-Kleinpflaster vorgesehen. Das lockert die Fläche ein wenig auf und kaschiert ggf. unsauber geschnittene große Platten im Randbereich ;-) Ausserdem kann man darin prima Beleuchtung einbauen. Insgesamt haben wir 7 schlitzförmige LED Bodenlampen eingebaut. Die sollen in erster Linie im Dunkeln beim Einparken helfen, nicht beim Nachbarn drauf zu landen. Ausserdem sieht´s auch noch nett aus.

Nachdem wir mit den Rasenlinern etwas mehr als einen Tag und mit den Koll Platten ca. 2 Tage benötigt hatten (inkl. des Verteilens und Abziehen des Verlegesplitts), war das setzen der Basaltränder echt zeitraubend. Dafür brauchte ich ca. 1 Stunde pro laufenden Meter. Insgesamt hatten wir ca. 34m davon.
Am Ende hat es sich aber schon gelohnt.