m5!cube - Baublog -

Quadratisch, praktisch, gut!!

Month: November 2011

Lass Bilder sprechen.

Hier ein paar Eindrücke vom Estrich, der am Mittwoch das erste mal begangen werden durfte. Die Tiefbauer sind fleißig und verlegen weitere Lebensadern des Hauses. Nachdem Strom und Wasser schon längst drin sind, fehlen nun nur noch die Leitungen für Telekom und Unitymedia. Die liegen bislang bis vor´s Haus und müssen noch den Weg hinein finden. Damit sollte das Thema nach nun ca. 10 Wochen auch mal ein Ende finden. Auch der Elektriker ist fleißig dabei die Unterverteilung zu sortieren und in den Zählerkasten zu führen.

Aerger + Ueberraschung: Thema Estrich.

Das Estrich Thema hat bei uns eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich. Da wir keinen konventionellen Bodenbelag wie Parkett, Teppich oder Fliesen planen, gab es schon im Vorfeld viele Diskussionen darum. Zwischenzeitlich sagte der Estrichleger sogar wenige Tage vor dem Plantermin ab, da ihm der Aufwand einen Sichtestrich einzubauen die Kalkulation sprengt (erst recht die Probeflächen). Sichtestrich? Ja, das war eine unserer Überlegungen zwischenzeitlich. Während der vielen Diskussionen hatten wir das aber wieder verworfen und werden nun einen Designspachtel als Bodenbelag einbauen. Trotzdem führten unsere vielen und Fragen nach Details dazu, dass sich das Thema Estrich zu einem Reizthema entwickelte. Uns ging es doch nur darum das Thema zu verstehen und in Erfahrung zu bringen, was wir aus dem Estrich machen können, ohne Fliesen oder Parkett verlegen zu müssen.

Fundament für das Wärmepumpen Außengerät

Fundament für das Wärmepumpen Außengerät

Laut letztem Bauzeitenplan sollte der Estrich dann am 2. + 3. November eingebaut werden. Das Fußbodenheizungssytem war ja rechtzeitig fertig geworden. Der Termin verschob sich dann aufgrund des vollen Terminkalenders und fehlender Terminbestätigung der Estrichleger Firma um eine Woche auf den 9. + 10. November. Noch am 9. hab ich mit dem Bauleiter telefoniert, der meinte es wird schon alles in Ordnung sein und die Arbeiten seien wie besprochen schon in vollem Gange. Ok, also Donnerstag Mittag zur Baustelle fahren und schauen: Pustekuchen! Keine Estricharbeiten zu sehen oder zu erahnen. Bauleiter anrufen: Die ursprünglich geplante Estrichfirma stünde nicht mehr weiter zur Verfügung. Ups! Start Kopfkino: Zeitverzug, geplante Eigenleistung, Umzug -> alles für die Katz …. :-( Stimmung auf dem Tiefpunkt // Der Bauleiter sagte zu, dass die Artos Geschäftsführung bereits eine Alternative organisiert hätte. Die Firma könne am Montag (14. November) die Arbeiten durchführen. Kopfkino: Puh, wenigstens nur die paar Tage (weiterer) Verzug.

Mit der Sorge im Hinterkopf, ob diese Zusage nun Bestand hat. Wir verblieben so, dass der Bauleiter nun im Büro Details erledigen und sich nachmittags nochmal melden wolle. Resultat: Nix! Kein Bild, kein Ton. Wiedermal. Kopfkino und Puls im Schwebezustand zwischen hochexplosiv bis resigniert. Freitag in der Mittagspause noch schnell eine Mail an den Bauleiter mit Geschäftsführung und Architekt im Verteiler. Modus nun: Dampf ablassen. Es war schließlich nicht das erste mal, dass zugesagtes Feedback nicht gegeben wurde und irgendwann reicht es, ständig den Infos hinterher laufen zu müssen. Schließlich kann man als Auftraggeber (= Geldgeber) auch erwarten, dass man (versprochene) Infos pro-aktiv  bekommt. Der Kanal war also rappelvoll, entsprechend fiel die Mail aus …, die Antwort auch. Scharfer Ton, ein wenig die eigentliche Fragestellung (Teilaspekt wegen der Ausformung des Antritts der ersten Stufe im 1. OG und SG) bzgl. Treppe verdrehend. Ach ja, der ursprüngliche Estrichleger wird nun doch wie besprochen den Auftrag ausführen …. Wie? Nun doch? … Aber wann? //Kopfkino: Noch wieder eine Woche später ?? // Dazu leider keine Info. Auch eine Verzögerung um eine Woche müsse man in Kauf nehmen (ist ja normal) und das war ja auch bereits mehrfach besprochen. Stimmt, darüber haben wir allgemein gesprochen, dass die Dinge nicht knirsch aneinander geplant werden können, dazu baut man schließlich Puffer in den Ablaufplan. Aber wenn man ein Gefühl gewinnt, dass Rückfragen zum Planungshorizont und Ablauf nicht ernst genommen oder schwammig beantwortet werden, bekommt man ein ungutes Gefühl. Da die aktuelle Wohnsituation sehr beengt und improvisiert ist, wirkt sich jede Verzögerung  für uns besonders heftig aus.

… Apropos: Zum weiteren Aufregen am Freitag einfach keinen Nerv gehabt. Die Kinder sind alle krank und sollten unsere Aufregung nicht noch mehr mitbekommen. Für Samstag hatte ich mir vorgenommen, die Wandauslässe für die Aussenbeleuchtung und die Erdkabel abzudichten. Da der Außenputz vor der Elektro- Rohinstallation gemacht wurde, sind die Bohrlöcher natürlich größer als die durchgeführten Kabel. Als ich gegen 14:35 Uhr zur Baustelle kam traute ich meinen Augen kaum: Da stand eine Estrichmaschine, vor unserem Haus. Häh?? Falscher Film? Falscher Ort? Falsche Baustelle? Nö. Hier bin ich schon richtig. Da der Sandhaufen schon recht klein war schaute ich dem dicken Schlauch folgend ins Wohnzimmer. Da fehlten nur noch ca. 20qm im Bereich der Sitzecke. Alles andere war schon fertig! Unglaublich! Nach dem ganzen hin und her mag man es kaum glauben, aber der Estrich ist drin! Eigentlich alles zusammen kein Hexenwerk, aber eine Achterbahnfahrt an Aufregung, Telefoniererei, verpuffte Zeit und Energie, die wir gern ausgelassen hätten.

Ach so, hier die Beweisfotos, dass ich das vorhin nach nur vier Stunden Schlaf letzte Nacht nicht nur geträumt habe.